Mehr Nachhaltigkeit durch Digitalisierung?

Der Techniksoziologe Felix Sühlmann-Faul und Stephan Rammler, Professor für Transportation Design & Social Sciences an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, haben gemeinsam in einer umfassenden Studie Nachhaltigkeitsdefizite der Digitalisierung auf ökologischer, ökonomischer, politischer und sozialer Ebene untersucht und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Analyse umfasst dabei neben Themen wie Fachkräftemangel, Resilienz, flexibel Arbeit und neue Arbeitsformen auch Aspekte wie Bildung oder die Bewahrung der Demokratie. Ein Kapitel ist dem Rebound-Effekt gewidmet und ein weiteres der Frage, wie Nachhaltigkeit durch Digitalisierung gefördert werden kann. Stichworte sind hier unter anderem Wiederverkaufsmärkte, Circular Economy, Kollaboration, Wiederverwertung und Recycling sowie Lebenszyklusverlängerung.

Abschließend fassen die Autoren zusammen. „Das Potenzial ist also da - ein MEHR an Nachhaltigkeit ist möglich. Digitalisierung ist keine ‘böse Übermacht’ - ihre Wirkung muss differenziert betrachtet werden und muss im Rahmen durchdachter Rahmenbedingungen in ‘saubere’ Bahnen gelenkt werden. Dann kann Nachhaltigkeit entstehen.”

Zum Download: Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeitsdefizite der Digitalisierung auf ökologischer, ökonomischer, politischer und sozialer Ebene. Handlungsempfehlungen und Wege einer erhöhten Nachhaltigkeit durch Werkzeuge der Digitalisierung

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