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Mit Spannung war es erwartet worden: Das große Event der EU-Kommission zu Sustainable Finance mit Politikgrößen wie dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dem EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker oder dem Unternehmer, ehemaligen Bürgermeister von New York und jetzigen TCFD-Vorsitzenden Michael Bloomberg, das am 22. März 2018 in Brüssel stattfand. Im Zentrum der High-level conference: Financing sustainable growth stand der Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums, den die Kommission zwei Wochen zuvor veröffentlicht hatte und der auf dem HLEG-Abschlussbericht basiert.

Der zunehmende Raubbau an Boden und die schlechter werdende Qualität desselben gefährdet das Wohlergehen von mindestens 3,2 Milliarden Menschen, führt zu einem Verlust an Biodiversität und verstärkt den Klimawandel. Dies ist das Fazit eines Ende März veröffentlichten Berichts der UN-Organisation Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). Es handelt sich um die erste weltweite Erhebung zu diesem Thema. 

Die Katholische Kirche Österreichs hat eine Handreichung zu nachhaltigen Investments erarbeitet. Diese ist im Januar 2018 im Amtsblatt unter dem vollen Namen Richtlinie Ethische Geldanlagen der Österreichischen Bischofskonferenz und der Ordensgemeinschaften Österreich (Kurzname FinAnKo) publiziert worden. Die Richtlinien genehmigte die Österreichische Bischofskonferenz im November 2017 als Mindeststandard für die Veranlagung für alle Einrichtungen der Katholischen Kirche in der Alpenrepublik.

Die Artenvielfalt nimmt in allen Teilen der Welt ab. Dies zeigen die Mitte März veröffentlichen Berichte der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) für die vier Regionen Afrika, Asien-Pazifik, Amerika sowie Europa und Zentralasien. Der UN-Organisation zufolge gefährdet der besorgniserregende Trend die Wirtschaft, den Lebensunterhalt, die Ernährungssicherheit und die Lebensqualität der Menschen auf der ganzen Welt. Die Berichte sind das Ergebnis dreijähriger Arbeit. An ihnen haben mehr als 550 führende Fachleute aus über 100 Ländern mitgewirkt.

Die EU-Kommission, der WWF, The Prince’s Charities International Sustainability Unit und die Europäische Investitionsbank haben im März 2018 eine Declaration of the Sustainable Blue Economy Finance Principles verabschiedet. Ziel dieser Erklärung ist es, einen Beitrag zum Erhalt und der nachhaltigen Nutzung der Ozeane zu leisten und die Risiken von Investitionen in die so genannte Blue Economy zu reduzieren.

Die Bewertung des Koalitionsvertrags durch die Nichtregierungsorganisation fällt gemischt aus. Eindeutig ist das Urteil mit Blick auf nachhaltige Investments: „Kein Fahrplan zur systematischen Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten im Finanzwesen“, lautet hier das Urteil. Positiv hebt Germanwatch dagegen beispielsweise die Punkte „EU-Verordnung zum Handel mit Konfliktmineralien ambitioniert umsetzen und ausweiten“ sowie „Kreislaufwirtschaft ambitioniert weiterentwickeln“ hervor.

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