Rio Tinto in Papua-Neuguinea: Zurück an den Verhandlungstisch

Im Sommer 2016 informierte das CRIC-Mitglied MISEREOR über einen Fall in Papua-Neuguinea. Dabei ging es um eine von Rio Tinto betriebene Kupfermine und damit verbundene politische und ökologische Probleme (eine Sachverhaltsdarstellung finden Sie hier).

Nach unserer Auffassung versucht Rio Tinto, sich eines lästigen Problems zu entledigen und die Kosten für die Sanierung ökologischer Schäden auf eine durch einen jahrelangen Bürgerkrieg geschwächte Region und deren Menschen abzuwälzen. MISEREOR verfügt in dieser Sache über einen hervorragende Kenntnisstand, da das Hilfwerk vor Ort engagiert ist und lokalen Verhältnisse beurteilen kann. Demnach geht es nun darum, Rio Tinto an seine Verantwortung zu erinnern und zurück an den verhandlungstisch zu bringen. Investoren können hierfür einen zusätzlichen Druck aufbauen. Zahlreiche CRIC-Mitglieder sind als Investoren mit Rio Tinto in Kontakt - entweder selbst oder über Rating- und Engagement-Agenturen. Einige CRIC-Mitglieder versuchen derzeit, dem Unternehmen zu signalisieren, dass es hinsichtlich seines weiteren Vorgehens unter Beobachtung steht. CRIC übernimmt in diesem Fall eine Koordinierungs- und Ergebnissicherungsfunktion.

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